Australien


Inhalt Reisedetails
Planung Art der Reise: Backpacking
Uhrzeiten Reisezeitraum: seit Mai 2018
Wetter und Jahreszeiten
Tiere
Wie geld verdienen?
Arbeiten
Am besten durchs Land kommen
Regeln und Bußgelder
Lebensmittel, Alkohol, etc.
Wichtige Ausflugsziele

Planung

Ein halbes, oder ganzes Jahr am anderen Ende der Welt arbeiten? Das geht natürlich nicht einfach so. Es erfordert einiges an Planung, aber wenn man sich genügend Zeit dafür nimmt ist alles halb so wild. Wir haben z.B. im Dezember begonnen unsere Pläne zu konkretisieren, uns eine ToDo-Liste gemacht und alles nacheinander abgearbeitet, bevor es dann im Mai losging. Die wichtigsten Dinge hier einmal zusammengefasst:

Visum

Wenn ihr zwischen 18 und 31 Jahren alt seit ist es eigentlich ganz einfach ein „Working Holiday Visa (subclass 417)“ zu beantragen, um in Australien Reisen und Arbeiten zu dürfen. Ihr besucht dafür nur die Seite des australischen Department of Home Affairs, erstellt einen Account und legt los. Alles, was ihr direkt bei der Beantragung braucht sind ein gültiger Reisepass, eine Kreditkarte bzw. ein PayPal-Konto, um die 450 Dollar Visumsgebühren zu bezahlen und grundlegende Englischkenntnisse. Ihr werdet im Antrag nach einem Nachweis über mindestens 5000 Dollar gefragt, mehr dazu etwas weiter unten, bei den Finanzen 😉. Ansonsten geht es überwiegend um Ja/Nein-Fragen und die Angabe eurer persönlichen Daten.

Dokumente

Es gibt doch ein paar Dokumente, ohne welche ihr in Australien ziemlich aufgeschmissen seit. Manches solltet ihr auch nur vorsichtshalber mitnehmen – man weiß ja nie was kommt. Von jedem eurer Dokumente solltet ihr am besten eine physische und eine digitale Kopie, z.B. in der Cloud anfertigen, damit ihr immer darauf Zugriff habt, falls mal etwas verloren geht. Außerdem kann es auch nicht schaden, bei euren Eltern oder einem Freund zu Hause eine Kopie von all dem ganzen zu hinterlassen.

Als allererstes und wahrscheinlich offensichtlichstes braucht ihr einen Reisepass, der (vorsichtshalber) mindestens ein halbes Jahr über euren geplanten Reisezeitraum hinweg gültig ist. Sollte es wirklich passieren, dass ihr Down Under euren Reisepass verliert, solltet ihr schleunigst mit dem Generalkonsulat in Sydney in Kontakt treten, um euch einen „Reiseausweis als Passersatz“ ausstellen zu lassen. Die Telefonnummer lautet +61-412-359-826 – speichert sie euch am besten ein.

Für eure Finanzen kann es von Vorteil sein, wenn ihr euch eure 11-stellige Steuerliche Identifikationsnummer notiert. Falls ihr diese nicht mehr finden könnt, könnt ihr sie auf der Webseite des BZSt erfragen.

Eueren Visumsbescheid (Visa Grant Notice), sowie die Adresse eurer ersten Unterkunft (Hotel, Hostel…) solltet ihr im Flugzeug parat haben, damit ihr den Einreisefragebogen schon vor der Landung ausfüllen könnt.

Wenn ihr in Australien Autofahren wollt, braucht ihr neben eurem EU-Kartenführerschein einen Internationalen Führerschein. Diesen bekommt ihr bei der Führerscheinstelle eures Landkreises für ca. 30€. Weitere Details dazu findet ihr unter „Am besten durchs Land kommen„.

Darüber hinaus kann es nicht schaden, wenn ihr ein paar weitere Dinge, wie z.B. euren Impfpass und eine englische Bewerbung mit auf eure Reise nehmt. Ein reibungsloser Ablauf sollte zwar auch ohne möglich sein, aber man weiß ja nie 😉.

Finanzen

Klar, je mehr Kohle, desto besser 😃. Um überhaupt einreisen zu dürfen, müsst ihr sogar nachweisen können, dass ihr über mindestens 5000 Dollar (ca. 3500€) verfügt. Grob gesagt, damit sich der australische Staat keine Sorgen darum machen muss, ob ihr verhungert oder im Notfall selbst in der Lage seit das Land verlassen zu können. Beweisen könnt ihr das mit einem „Kundenfinanzstatus“, den euch eure Bank in ein paar Minuten ausdrucken kann. Dieser sollte möglichst nah am Datum eurer Einreise datiert sein. Bei uns war es eine Woche vorher und das war kein Problem.

Wenn ihr dann schon eurer Bank einen Besuch abstattet, kann es nicht schaden einem Elternteil oder guten Freund eine Kontovollmacht auszustellen. Die meisten Banken mögen selbstgedruckte Vollmachten gar nicht gerne und telefonisch habt ihr gleich gar keine Chance im Notfall an eure Reserven zu kommen.

Einmal in Australien angekommen solltet ihr dann nüchtern betrachtet mindestens mit einer Woche rechnen, die ihr für die Überwindung des Jetlags braucht und dann vorsichtshalber noch bis zu 3 Wochen, die ihr auf der Suche nach einem vernünftigen Job sein werdet. Je nach Ansprüchen und Erwartungen reden wir dann von 250-1000 Dollar die Woche.

Übrigens: Wenn ihr eure deutsche EC- oder Kreditkarte verliert, oder sie gestohlen wird, erreicht ihr die Sperrhotline aus dem Ausland unter +49-30-4050-4050. Speichert die Telefonnummer und notiert euch die Kartennumer am Besten im Voraus, da dies das Sperren beschleunigt.

Versicherung

Gleich vorweg: Eure (deutsche) gesetzliche Krankenversicherung übernimmt außerhalb der EU generell gar nichts. Das ergibt gleich zwei große Fragen:

Welche Versicherung brauche ich? – und was muss ich tun, damit ich meine deutsche Versicherung nicht mehr zahlen muss?

Für welche Versicherung ihr euch entscheidet, ist letztendlich euch überlassen. Verschiedene Versicherungen haben verschiedene Konditionen. Bei den günstigen habt ihr oft eine Selbstbeteiligung zwischen 50 und 250 Euro, oder es werden z.B. bei Zahnbehandlungen nur die „günstigsten“ Füllungen bezahlt. Wir haben uns für die Auslandskrankenversicherung von AXA entschieden – sie bot für uns das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und wir können sie ggf. verlängern, falls wir unsere Pläne ändern sollten. Bei dieser Versicherung, sowie bei vielen anderen gibt es übrigens die Möglichkeit zwischein einer Versicherung einschließlich USA und Kanada und einer ohne zu wählen, da die Kosten für medizinische Versorgung dort relativ hoch sind. Solltet ihr also sicher sein, dass ihr diesen Ländern keinen Besuch abstattet, könnt ihr euch für die günstigere Option entscheiden.

Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie ihr aus eurer deutschen Versicherung in der zwischenzeit rauskommt…

Dafür gibt es verschiedene Ansätze – zuerst sollte gesagt sein: Wer bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, hat jederzeit den Anspruch wieder in die Versicherung aufgenommen zu werden. Die Versicherer dürfen euch nicht abweisen. Darüber hinaus bietet das Sozialgesetzbuch folgende Argumentationsgrundlage für euch:

(13) Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem

1. ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall begründet wird oder

2. der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.

Wie das dann genau geschieht, kommt allerdings auf die Kulanz eurer Versicherung an!

Susi z.B. war bei der AOK versichert – ein kurzes Telefonat reichte, um herauszufinden, dass die Versicherung nur eine Kopie der Auslandsversicherungspolice und der Rechnung für das Flugticket wollte. Beides Vorbeigebracht, es wurde sich darum gekümmert und 2 Minuten später hieß es nur „Wir sehen uns dann, wenn du zurück bist. Viel Spaß in Australien“. Perfekt, super und einfach.

Bei Christian und der DAK lief es dagegen nicht ganz so einfach: Die Versicherung wollte neben der Police eine Abmeldebescheinigung der Gemeinde! Abmelden kam für uns allerdings nicht in Frage. Als einzige Alternative bot die Hotline uns an, die Versicherung selbst für ca. 180 Euro im Monat weiterzuführen, ohne jeglichen Leistungsanspruch zu haben, da wir uns ja im EU-Ausland befinden. Nach ewigem Hin und Her und mehreren Besuchen vor Ort, sowie zitieren des Sozialgesetzbuches reichte dann allerdings doch das Flugticket als Nachweis, dass wir das Land verlassen.

Also wenn es hart auf hart kommt, nicht kleinkriegen lassen!

Wenn ihr übrigens früh genug vor Abflug herausfindet, dass eure Versicherung Probleme macht, könnt ihr auch ohne Probleme die Versicherung zu einer kulanteren wechseln, bzw. eurer derzeitigen einfach mit einem Wechsel drohen. Das muss nur 6 Monate vorher geschehen, oder ihr übernimmt die Versicherungskosten für den verbleibenden Teil des halben Jahres selbst.

Medikamente

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Gepäck

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Angekommen – was nun?

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Vernetzen

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Uhrzeiten

Wie spät ist es hier eigentlich? Gar nicht so einfach!

Australien hat 5 verschiedene Zeitzonen, die größtenteils auf verschiedene Staaten aufgeteilt sind. Diese weichen aber nicht nur mit vollen Stunden von der Standardzeit ab, sondern teilweise auch mit halben oder sogar dreiviertel Stunden! Die Australian Central Western Standard Time wird zum Beispiel nur in Eucla, einem Ort mit ca. 200 Einwohnern verwendet… Dazu kommt noch, dass nur das Australian Capital Territory, New South Wales, South Australia, Victoria und Tasmania die Sommerzeit verwenden und die anderen Staaten wiederrum nicht. Das kann alles ziemlich verwirrend werden, weshalb wir euch mal einen kleinen Überblick über die australischen Zeiten und deren Verhältnis zu weiteren großen Städten erstellt haben:

Australische Zeitzonen:

Australische Städte:

Weitere Städte:

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Wetter und Jahreszeiten

Wie wahrscheinlich jeder weiß sind die Temperaturen in Australien das ganze Jahr über mild. Das Klima ist subtropisch bis tropisch. Je weiter nördlich man kommt, desto weniger Niederschlag gibt es. Meist herrscht dort eine Wassertemperatur von etwa 22° C.

Natürlich gibt es aber in Australien gleich vier verschiedene Klimazonen. Sonst wäre es ja langweilig und wir hätten nichts zum rumnörgeln😉.

Das Wetter wird meist von Passatwindzonen und Westwinden bestimmt. Die Jahreszeiten und Temperaturen gliedern sich hier wie folgt auf:

  • Frühling: September-November
  • Sommer: Dezember – Februar
  • Herbst: März – Mai
  • Winter: Juni – August

Die Klimazonen spiegeln sich wie folgt wieder:

  • Westküste und Ostküste: Meist subtropisches Wetter. Hier gibt es fast keine Niederschläge und die Temperaturen sind recht angenehm. Sogar im Winter gibt es meist über 20° C und in der Nacht meist über 10°C
  • Südküste: Für unsere Verhältnisse normales und gemäßigtes Wetter. Das heißt heiße Sommer und milde Winter mit mehr Regen. Wenn man aber weiter in den Osten reist, z.B. nach Melbourne, wechselt sich das Wetter oft von einer Sekunde auf die andere. (April, April, der weiß nicht was er will, wie man so schön sagt 😜)
  • Zentralaustralien (Outback): Hier ist meist Wüstenklima – tagsüber extrem heißes Wetter und nachts fällt das Thermometer teils unter den Gefrierpunkt. Meist keine Niederschläge, aber falls ein Gewitter vorbeikommt, fällt es sehr heftig aus.
  • Tropische Zonen des Nordens: Sehr schwüle Luft im Sommer bei gleichmäßigen Temperaturen. Von November bis April herrscht Regenzeit und von Mai bis Oktober ist es genau umgekehrt: Regenzeit.
Distributed under Creative Commons CC BY 3.0 AU – Source: Australian Government – Bureau of Meteorology

In Australien gibt es viele Tropenstürme. Das heißt Überschwemmungen wie sie bei uns an Rhein und Mosel ab und zu üblich sind. Gewitter und Blitze stehen dann auch oft an der Tagesordnung. Wie wir es allerdings vom Chiemsee gewohnt sind wenn sich kalte und warme Luft auf ein Date treffen😅. Leider befinden sich aber in vielen Orten fast keine Gullis an den Straßenrändern, was aber auch nichts macht, denn der Regen ist schön warm und die Füße frieren dann nicht ein😊.

Kurz und knackig: Die West- und Ostküste kann man sich das ganze Jahr anschauen und mit gutem Wetter rechnen. Je nördlicher man reist, desto schwüler wird das Wetter. Den Süden sollte man von Juni bis August eher nicht bereisen, da es kühler ist und es vor allem nachts frisch wird. Dagegen ist die Nordküste von April bis November, während der Trockenzeit, am besten zu bereisen.

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Tiere

Sobald man das Wort „Australien“ in den Mund nimmt sind die ersten Worte, die man hört meist: „Alles was in Australien lebt kann (und will) dich umbringen…“.

Dann stellt sich natürlich die Frage: Wahrheit oder Mythos?

Ehrlich gesagt, ein bisschen was von beidem.

4 der 5 giftigsten Schlangen leben hier. Aber in Australien sterben heutzutage jährlich 12 Menschen bei Reitunfällen und einer durch einen Schlangenbiss.

 

Es gibt Krokodile, Haie, Quallen, usw., aber wenn man sich an die Regeln hält und nur dort badet, wo es ausgeschildert ist, muss man quasi nichts befürchten.

Und um noch ein richtig kurioses Beispiel aus der australischen Fauna zu bringen: Es gibt sogar Zecken, die einen allergisch auf Fleisch machen! …natürlich mit dem süßen Spitznamen „Vegetarierzecke“.

Aber bei allem was man liest, sieht und hört gilt einfach: Gesunder Menschenverstand und du überlebst. Du würdest sicher keine vierspurige Straße überqueren, ohne nach links und rechts zu schauen. Also auch hier einfach nachdenken was passieren könnte, bevor man handelt. Wenn man in den Busch, zum Schwimmen, etc. geht, am besten nicht alleine. Und falls doch, dann jemanden darüber informieren und Ort und Zeit vereinbaren zu denen man sich wieder trifft.

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Wie Geld verdienen?

Jeder angehende Backpacker und natürlich auch manch Leser hier stellt sich irgendwann mal die Frage wie man sich das alles finanzieren mag.

Man macht es sich ganz einfach und arbeitet dort wo man lebt, bis man sich die Weiterreise zusammengespart hat. Man holt sich ein Working Holiday Visum und plant alles selbst, oder lässt es von einer Organisation erledigen und schon kann es losgehen. In Australien angekommen und den Jetlag überstanden kann die Arbeit oder das Reisen auch schon beginnen.

Man kann z.B. auch versuchen in dem Beruf zu arbeiten, den man erlernt hat – australische Prüfungen und natürlich entsprechendes Sprachniveau vorausgesetzt. Das ist z.B. super bei einem längeren Aufenthalt in einer Stadt.

Oder man macht es wie die meisten anderen und arbeitet auf Farmen, wo man natürlich den Vorteil hat, dass man nicht gebunden ist. Man kann also wenn es einem nach 2 Wochen nich gefällt, einfach woanders hinreisen. Die Arbeiten auf der Farm werden meist von Hostels vermittelt. Man kommt also z.B. in Bundaberg an und genialerweise hat jeder davor natürlich schon Mr. Google gefragt welche Hostels es so gibt und welches einen anspricht😉. Man kann natürlich auch Facebookgruppen beitreten, z.B. „Australia Backpacker“, und einfach dort mal nachfragen.

Für das richtige Hostel entschieden und mitsamt dem ganzen Gepäck steht man dann dort im Office. Da wird man dann zuerst gefragt, ob man nur übernachten will, oder auch arbeiten. Da man ja zum arbeiten hier ist, raus mit Reisepass, australischer Kontonummer, Tax File Number (ganz wichtig weil dann die Steuern von 45% auf 15% purzeln) und alle Formalitäten klären.

Die TFN (Tax file number) lässt sich übrigens ganz einfach online beantragen und wird einem innerhalb einer Woche zugeschickt. Die meisten Hostels und Arbeitgeber geben sich damit zufrieden, wenn sie sie innerhalb der ersten 28 Tage der Beschäftigung erhalten.

Ein australisches Bankkonto lässt sich bei jeder Bank eröffnen. Ihr braucht dafür nur zu eurem Reisepass unbedingt ein zweites Ausweisdokument wie Personalausweis oder Führerschein. Wenn ihr schnell an euer frisch verdientes Geld wollt, empfiehlt es sich das Konto bei einer der größeren Banken, wie z.B. NAB, ANZ, oder WestPac zu eröffen, da bei diesen eine Überweisung meistens noch am selben Tag ankommt. Filialen und Geldautomaten von diesen 3 Banken sind bequemerweise auch in den abgelegensten Dörfern zu finden. Kontoführungsgebühren gibt es für ein klassisches Gehaltskonto meist keine.

In jedem Hostel sind die Preise anders, es kommt natürlich darauf an, ob man ein Zweibettzimmer mag oder in einem Zimmer mit 4 oder sogar 8 Betten zurecht kommt. Die Preise liegen meist zwischen 160$ und 240$ pro Woche. Wasser, Strom, Bettwäsche, Geschirr und Küchenbenutzung inbegriffen. Die meisten Hostels haben eine Gemeinschaftsküche mit allem was dazu gehört, wie Messer, Töpfe und Pfannen, Mikrowelle, Herdplatten, Ofen, Kühlschränke, etc. Genauso ist es mit den Badezimmern. Damit auch alles wieder zuurückgegeben wird bezahlt man meistens eine Sicherheitsleistung von ca. 100$. Bei manchen Farmen ist es auch so, dass man 100 bis 200 Dollar bezahlt, damit man sich an die Kündigungsfrist von 1-2 Wochen hält. Das Geld bekommst du wieder, sobald du auschecktst.

Welche (Farm)Arbeiten gibt es überhaupt?

  • Tierfarmen
  • Obst- und Gemüsefarmen
  • Baumschulen
  • Unkraut jäten
  • Blumen schneiden
  • Farmprodukte einpacken
  • Naturschutz
  • auf dem Bau

Weitere Jobs, die euch aber nicht ermöglichen ein zweites Visumsjahr zu beantragen sind:

  • Einkaufswägen aufräumen (man bezahlt hier kein Pfand und lässt sie einfach auf dem Parkplatz stehen)
  • Möbelpacker
  • Entrümpler
  • Traktoren und LKW fahren

Wo finde ich Farmarbeit?

Saison für Farmarbeit und viele weitere Tätigkeiten ist eigentlich das ganze Jahr. Im Winter ist die Arbeit jedoch durchaus weniger. Hier an paar gute Orte mit Hauptsaison für den Start:

  • Bundaberg: Obst & Gemüse | April bis Dezember
  • Childers: Obst & Gemüse | Mai bis Dezember
  • Bowen: Obst & Gemüse | Mai bis Februar
  • Cairns: Obst & Gemüse | Juli bis März
  • Mildura: Zuckerrohr, Zittrusfrüchte, Trauben, Gemüse | ganzes Jahr
  • Margaret River: Wein | Juni bis September und Februar bis April
  • Ayr: Alles | März bis Februar
  • Tasmanien: Kirschen & Beeren | Dezember bis Februar
  • Griffith: Wein & Zitrusfrüchte | November bis März

Eine Vielzahl detaillierter Erntekalender findet sich online, z.B. hier.

Für jede dieser Arbeiten brauchst du feste Schuhe bis zum Knöchel und meist lange Kleidung zum Schutz vor der aggressiven Sonne. Oft bekommt man vom Hostel sowieso ein Arbeitsshirt gestellt. Außerdem sollten 2-3 Liter Wasser, genügend Verpflegung, ein Sonnenhut oder Cap, Gartenhandschuhe, Regenjacke, viel Sonnencreme und Mückenspray zu euren täglichen Begleitern gehören.

Alternativ zu der ganzen Hostel-Sache kann man sich natürlich auch z.B. über AirBNB eine Wohnung Mieten und sich selbst einen Job suchen, aber für den Anfang empfehlen wir euch doch erst ein mal das ein oder andere Hostel anzuschauen und später zu entscheiden was einem mehr taugt.

Der Mindestlohn für Farmarbeit in Australien liegt derzeit bei 23,66$ die Stunde vor Steuern. Meist arbeitet man 8 Stunden und 6 Tage die Woche. Das ergibt letztendlich ca. 860$ zuzüglich Wochenend- und Überstundenzuschlag.

Aber bitte vorsicht! Bei „bucket rate“(bezahlung pro eimer) kann man ganz schön daneben greifen. Zum Beispiel bei Tomaten gibt es ein großes Feld, aber mindestens 45 Arbeiter und so vielleicht nur 4 Stunden Arbeit. So bekommst du vielleicht nur 6 Eimer á 5$ voll und gehst mit 30$ für einen Tag nach Hause.

Natürlich kann es auch anders aussehen: Bei Blaubeeren bekommst du z.B. pro 250g-Schale 2$ und arbeitest vielleicht 8 Stunden. So eine Schale ist natürlich viel schneller voll und damit verdient man natürlich wieder gutes Geld.

Und bevor ihr einen Arbeitsdeal eingeht, immer erst nachfragen, ob man sich das mal 3-4 Tage anschauen kann und ggf. im Hostel bescheid geben, wenn es einem nicht gefällt. Meist wird man dann woanders eingeteilt, wenn genügend Arbeit vorhanden ist.

Klar, Farmarbeit kann schon eine schwierige und anstrengende Arbeit sein, aber deswegen sollte man keine Unlust aufbringen. Jeder Körper ist anders und reagiert anders. Also wenn jemand schlecht reden sollte, nicht gleich alles glauben, sonder selbst probieren. Man ist ja hier um etwas neues zu lernen und selbstständig zu werden und um zu sehen wie das alles läuft ohne Hilfe von Mama und Papa 👍.

Leider funktioniert trotzdem meistens nicht alles wie man es geplant hat. Da kann mal das Wetter nicht mitspielen, da es andauernd regent und man deshalb nicht arbeiten kann. Man kann krank werden oder sich mit den Mitreisenden nicht verstehen und getrennte Wege gehen wollen. Es kann sein, dass ein Mitbewohner sehr unordentlich ist und du selber immer alles putzen musst, damit du einen sauberen Topf zum kochen hast. Es gibt sehr gute Englischsprecher, die du leider nicht verstehst, weil sie zu schnell sprechen, oder einen sehr starken Dialekt haben und und und…

Alles kein Problem. Man kann ja nicht gleich alles können. Man muss sich nur Trauen und miteinander sprechen. Jeder hilft jedem ist das Motto in Australien.

🤗Yes you can🤗

Es können viele kompliziere und unkomplizierte Probleme auftauchen und genauso schnell wieder verschwinden.

Step by step 🙂

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Am besten durchs Land kommen

Geld ist vorhanden? Gepäck gepackt? Freude und Mut dabei? Dann kann es ja losgehen! 😊

…Jetzt ist man in Australien, hat vielleicht schon gearbeitet und Land und Leute kennengelernt. Oder man steht am Flughafen, fährt mit Bus und Bahn oder Taxi in seine erste Unterkunft und stellt sich die Frage: Wie komme ich am besten durchs Land…?

Vor allem…

…wie ist es am einfachsten? …wie ist es am billigsten am billigsten? …wie sieht man alles am besten? …was ist am schnellsten? …wo hat man am wenigsten Probleme? …welche Möglichkeiten habe ich überhaupt? …was brauche ich und was muss ich wissen?

Auto

Das Beste am Auto ist, dass man  selbstständig ist. Man kann tun und lassen was man will und kommt ohne Zeitdruck von A nach B. Man verpasst nichts und muss kein Gepäck schleppen.

Auf Reisen habt ihr dann oft die Möglichkeit kostenlos in einer „Rest Area“ eine Nacht zu übernachten. Dort gibt es oft auch Duschen, WC und Grillplätze. Viele Staaten bieten sogar ein Onlineverzeichnis mit allen Rest Areas und Details dazu an, wie sich am Beispiel von New South Wales zeigt.

Außerdem gibt es vor allem in Stadtnähe ein paar Mautstraßen. Bei Mietwagen gibt es oft die Gelgegenheit für einen kleinen Aufpreis eine Mautbox mit zu erhalten. Wenn ihr euch für ein eigenes Auto entscheidet, habt ihr die Möglichkeit eine solche bei der Anmeldung zu erstehen.

Für Verkehrsverstöße erwarten euch in Australien wirklich ordentliche Bußgelder. Für Details dazu, werft einen Blick auf Regeln und Bußgelder

Führerschein

Mit einem internationalen Führerschein ist Autofahren in Australien kein Problem. Diesen bekommt ihr bei der Führerscheinstelle des Landratsamtes eures Landkreises für ca. 25-35€. Ihr braucht dafür nur ein aktuelles Passbild und dann wird euch der internationale Führerschein in der Regel sofort ausgestellt. Dieser ist dann für 3 Jahre in Verbindung mit eurem aktuellen normalen Führerschein gültig.

In Australien gibt es allerdings andere Führerscheinklassen, welche sich nicht zu 100% mit den zu Hause üblichen decken. In diesem Fall dürft ihr meist nur die kleinere der beiden möglichen Klassen fahren. Einen Überblick über die Klassen bietet zum Beispiel diese Seite der Regierung von Queensland.

Auto kaufen

Klar ist ein auto der erste Gedanke, den die meisten haben. Aber welches Auto überhaupt? Grundsätzlich solltet ihr euch vor dem Kauf eines Autos eurer Wahl zwischen Wohnmobil, Campervan, Allradauto, Kombi & Co. über die Kosten, euer Budget und eure Ansprüche im klaren sein.

Ein passables Auto bekommt ihr meist schon ab 2000$. Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass es natürlich in einem allgemein gutem Zustand ist. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass jeder Bundesstaat für Zulassung und Anmeldung seine eigenen Regularien hat. Je nachdem wo ihr euch befindet kann es also relativ einfach, aber auch schwierig sein ein Auto wirklich auf die Straße zu bringen. Die Preise variieren ebenso, lassen sich aber in jedem Bundesstaat vorher online berechnen. Grundsätzlich am einfachsten erscheint es in Western Australia, da dort sogar alles über das Internet abgewickelt werden kann. New South Wales und Queensland vor allem machen es dafür nicht ganz so einfach und ein Behördenbesuch ist kaum vermeidbar. Wenn ihr dafür ein richtiges Schnäppchen schlagen wollt empfiehlt sich Darwin, da von dort viele Backpacker abreisen und ihnen oft nur ein paar Tage Zeit bleibt ihr Auto weiterzuverkaufen.

Ganz Wichtig ist auch das „Roadworthy Certificate“!!! Es ist eine Art australischer TÜV. Ohne dieser erhaltet ihr keine 12-monatige Registration (Rego), welche wiederrum einer Mischung aus Zulassung und Versicherung gleichzusetzen ist. Die Rego enthält eben auch die TPI-Versicherung, eine Hapftpflichtversicherung, welche einen Großteil der Kosten eines Unfalls an eigenem Auto und Beteiligten abdeckt, jedoch bei weitem nicht alle Schäden Dritter abdeckt. Wechselt der Besitzer das Auto, so überträgt sich die TPI zusammen mit der Rego automatisch an den neuen Besitzer.

Zu diesen ganzen Kosten kommt dann letztendlich noch die „Stamp Duty“ – die australische KFZ-Steuer. Sie variiert je nach Bundesstaat zwischen 3 und 6 Prozent des Kaufpreises eures Autos. Ein weiterer Faktor kann außerdem die Zylinderzahl und der Hubraum eures Motors sein. In den meisten Bundesstaaten lässt sie sich vorher online berechnen.

Auch eine Überlegung wert ist es eine „Third Party Property Insurance“ abzuschließen. Das ist quasie eine Vollkasko- und Haftpflichtversicherung, die für wirklich alle Schäden – auch bei Dritten, wie der Name schon verrät – aufkommt.

Wenn wir gerade beim Thema Versicherungen sind, gibt es außerdem noch Automobilclubs á la ADAC, wie zum Beispiel RAC und NRMA, welche euch im Falle einer Panne weiterhelfen können.

Auto mieten

Super Idee für alle Urlauber, das rentiert sich am meisten. Bei fast allen Campervans, Wohnmobilen und Allradautos gibt es eine Schlafmöglichkeit und oft sogar eine kleine Küche. Versicherung ist mit Selbstbeteiligung mit inbegriffen und oft gibt es eine „Liability Reduction“, welche als Zusatzversicherung dient, um euch im Schadensfall die Selbstbeteiligung zu erstatten.

Unabhängig von der Wahl eurer Versicherung müsst ihr euch meist damit abfinden, dass der Vermieter biss zu 5000$ Sicherheitsleistung auf eurer Kreditkarte gebucht haben will bis ihr sein Schätzchen wieder unbeschadet zurückgebracht habt. Dabei wird zwar nichts abgebucht, aber falls ihr ein Limit auf eure Karte gesetzt habt, kann das trotzdem zum Problem werden! Außerdem solltet ihr darauf achten, dass der Mietvertrag nicht eine Kilometerbegrenzung hat, die euch auf eurer Reise zum Verhängnis werden könnte.

2016 sind wir zu viert innerhalb von 9 Tagen mit kleinen Umwegen mit einem Campervan von Brisbane nach Sydney gefahren. Es lief alles perfekt und wir zahlten für diese Zeit inklusive Liability Reduction etwas über 600€. Also dafür 👍. Wer also für eine kurze Reise wenig Aufwand und viel Spaß haben will ist z.B. wie wir bei Wicked Campers genau richtig. Es gibt natürlich auch luxuriösere Fahrzeuge mit besserer Ausstattung, aber wenn ihr mit etwas einfachem zufrieden seid und das Abenteuer genießt, ist so ein Campervan auf jeden Fall eine Emfehlung wert.

Zu guter letzt noch ein super Insider-Tipp:

Wir haben es zwar selbst noch nicht versucht und werden euch natürlich berichten, wenn wir mehr wissen, aber es gibt die Möglichkeit sogenannte Car Relocations durchzuführen. In der Theorie schaut das so aus: Autos, die ausgeliehen werden, werden oft woanders zurückgegeben und müssen wieder zurückgebracht werden. Da kommen wir ins Spiel: Wir fahren das Auto im vorgegebenen Zeitraum von meist ca. 5 Tagen zum Beispiel von Brisbane nach Cairns und zahlen dafür keine Leihgebühr. Die einzigen Kosten sind Benzin und ggf. eine Liability Reduction für ca. 20$ am Tag.

 

Bus und Bahn

Zug und Bus sind bequem. Man muss nicht selbst fahren und kommt meist gut über Nacht ans Ziel. Bei Bussen ist Greyhound sehr beliebt, bei Zügen sind eigentlich alle empfehlenswert. Vom Preis her ist es ziemlich unterschiedlich – je mehr Nachfrage, desto teurer (In der Nacht fährt man am billigsten). Aber eigentlich passt das Preis-Leistungsverhältnis immer.

Nachteil ist natürlich, dass man bei Bus und Bahn an die Zeiten gebunden ist. Vorteil dafür, dass man recht schnell und ohne Stau ans Ziel kommt. Die Haltestellen sind leider oft etwas außerhalb des Zentrums und vor allem Nachts hat man dann nicht viele Gelegenheiten in die Stadt zu kommen, außer zum Beispiel für ein Taxi zu zahlen oder gut zu Fuß zu sein. Euer Gepäck gebt ihr an den Haltestellen bzw. Bahnhöfen fast immer auf. Es läuft wie am Flughafen und ihr seht es erst am Ziel wieder. Essen und Trinken werden unterwegs auch oft angeboten, sind jedoch selbstverständlich nicht im Ticketpreis mit inbegriffen und ein wenig mitgenommene Verpflegegung um ein vieles preiswerter.

Was will man mehr? Kein Stress, keine eventuellen Kosten, die auf einen zukommen und man lernt neue Leute kennen. …Und das Beste überhaupt: WLAN gibt es meistens auch 😉

 

Fliegen

Flüge… die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Hin oder her, die Flüge innerhalb Australiens sind wirklich Preiswert und liegen meist zwischen 50$ und 250$.

Wenn man sich die australische Landkarte nur kurz anschaut, denkt man nicht, dass sich zwischen den Städten oft viele Tausend Kilometer befinden, aber in Wirklichkeit sind es eben alleine von Brisbane nach Sydney um die 1600. Diese ganze Strecke fliegt man in 1 1/2 Stunden und dank Online-Check-In & Co verschwendet man mittlerweile auch nicht mehr besonders viel Zeit am Flughafen. Zu diesen kommt man meist auch bequem mit S-Bahn und ähnlichem innerhalb einer halben Stunde.

Das Schwierigste beim Fliegen dürfte dafür das Gepäck sein – am besten nicht zu schwer und nicht zu groß, sonst zahlt ihr vor allem bei den günstigen Airlines wie FlyScoot, Jetstar und TigerAir gleich einen ordentlichen Aufpreis.

All das erledigt, müsst ihr nur noch diesen grauenhaften Druck auf den Ohren bei Start und Landung überstehen und schon ist es im Großen und Ganzen eine gute Lösung, falls ihr mal ein etwas unattraktiveres Eck Australiens überspringen wollt, oder in Eile seit.

Fahrrad

Für all die Sportfreaks 😎 und die Neugierigen: JA! Es gibt Leute, die fahren von Stadt zu Stadt durch Australien. Klar, es ist billig, einfach und man bleibt natürlich topfit. Natürlich hat man dafür bei solch einer Aktion nur das nötigste dabei und es erfordert mehr Organisation im Voraus als man sich zuerst denkt.

Wenn ihr allerdings an einen Ort länger verweilt und sonst keinen fahrbaren Untersatz habt, ist es gar keine schlechte Idee sich einen günstigen, gebrauchten Drahtesel zu besorgen. Vor allem viele Backpacker lassen ihre Fahrräder im Hostel zurück, oder geben sie für ein paar Dollar gerne an den nächsten weiter 👍🙂.

Und denkt bitte an die Helmpflicht, sonst drohen 50$ Strafe!

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Regeln und Bußgelder

Wie in jedem Land gibt es auch hier Regeln, damit alles sein Recht und seine Ordnung hat. Wie in jedem Land gibt es natürlich auch hier ein paar außergewöhnliche Regeln. Vielleicht gibt es diese auch in anderen Ländern, oder sogar zu Hause, aber da sich wahrscheinlich keiner dran hält erscheinen sie uns wohl unsichtbar 😅.

Die größten Strafen und wichtigsten Regeln, denen man sich hier ausgesetzt sieht sind wahrscheinlich folgende:

  • Bei Rot über die Straße gehen: 250$
  • Alkohol und Tabak gibt es ab 18 Jahren. Bei Weitergabe an Minderjährige: 2000$
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit: 200$
  • Fahrradfahren ohne Helm: 50$
  • Fahren ohne Sicherheitsgurt: 435$ / 3 Punkte
  • Geschwindigkeitsüberschreitung:
    • <13km/h: 174$ /1 Punkt
    • 13-20km/h: 261$ / 3 Punkte
    • 21-30km/h: 435$ / 4 Punkte
    • 31-40km/h: 609$ / 6 Punkte
    • >40km/h: 1218$ / 8 Punkte
    • ab 8 Punkten gibt es außerdem 6 Monate Fahrverbot, bzw. der internationale Führerschein wird eingezogen
  • Einfuhr von unerlaubten Lebensmitteln oder Medikamenten ohne englischsprachigem Rezept: bis zu 60.000$
  • Betreten von gesperrten Gebieten, z.B. im Nationalpark: 12.000$
  • Unerlaubtes Campen oder Schlafen am Strand: 1000$
  • Schwarzfahren, oder Füße (auch ohne Schuhe) auf dem Sitz abegen: 150$
  • Rauchen außerhalb gekennzeichneter Stellen an öffentlichen Orten: 500-1000$
  • Zigaretten aus dem Auto oder auf den Boden werfen: 10.000$

Viele Strafen werden außerdem an Feiertagen verdoppelt! Wenn ihr zweimal innerhalb eines Jahres beim begehen der gleichen Straftat erwischt werdet ebenso.

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Lebensmittel, Alkohol, etc.

Jedesmal ein Restaurant besuchen wird auf die Dauer sehr teuer. Im Algemeinen ist das Essen gehen in Australien recht teuer.

Lebensittel und Hygieneartikel sind zum ungefähr selben Preis wie zu Hause erhältlich. Ab und an ist mal etwas ein wenig teurer, etwas anderes dafür billiger. Nur die Preise für alkoholfreie Getränke sind meist doppelt so hoch wie in Deutschland. Je ungesünder, desto teurer. Richtig teuer sind alle Fertiggerichte. Wer sich also stets gesund und günstig ernähren will ist am besten dran, wenn er mit frischen Zutaten sein eigenes Essen kocht.

Zum Einkaufen sind Woolworths, Coles und Aldi am beliebtesten. Allein diese 3 machen ca. 90% des Umsatzes hier aus. Wenn man in einem kleinen Dorf verweilt lohnt es sich oft mehr 50km in die nächste große Stadt zu fahren und dort einen Großeinkauf zu erledigen, als beim kleinen Laden im Ort einzukaufen.

Alkohol gibt es in separaten Geschäften, Zigaretten und Tabakprodukte an Seperaten Kassen in einigen Supermärkten. Eine normale Schachtel Zigaretten gibt es ab ca. 30$(!).

Bei Alkohol gibt es den sogenannten „Scoon“ – ein Billigwein, der mit viel Zucker versetzt ist. Kopfweh vorprogrammiert. Bei Backpackern natürlich seeehr beliebt. Vernünftige Weine beginnen bei ca. 16$ für eine 0,75l Flasche, eine Flasche Bier kostet um die 5$, im Restaurant aber auch mal gerne 12$. Für Hochprozentiges darf man richtig tief in die Tasche greifen – die meisten Spirituosen beginnen bei 45$.

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Wichtige Ausflugsziele

Hart gearbeitet, gespart und jetzt endlich Urlaub! Die große Reise beginnt! …Nur was rentiert sich anzusehen und was entpuppt sich als Touristenfalle?

Klar knnen wir jetzt leider noch nicht von ganz Australien reden, aber von vielen Orten an denen wir bereits waren. Sobald wir mehr gesehen haben verbesseren wir diesen Abschnitt natürlich, aber für jetzt einmal ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit und auf was wir schon gesehen haben 😊. Zwischen Bundaberg und Sydney ging es für uns 2017 mit einem Campervan die Küste entlang. Wir haben das beste Wetter erwischt und so ziemlich alles zu Gesicht bekommen was auf unserer Liste stand und was man sehen muss. Unseren Reiseplan von damals könnt ihr euch als Inspiration übrigens hier (deutsch) >> bzw. hier (englisch) >> herunterladen 👍😉.

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Queensland

Bundaberg

Klein, aber fein. Da kommen die weltberühmten Limonaden und der Rum her. Die Stadt ist meist besetzt mit Backpackern, die sich dort ihr Geld mit Farmarbeit verdienen. 3 Kilometer außerhalb findet man die Rumdistillrie, die man natürlich besichtigen kann und alles kosten sollte, was dem Gaumen schmecken könnte. 17km von Bundaberg liegt der Bargara Strand – der „unterste Zipfel“ des Great Barrier Reefs. Dort sieht man ab Mitte bis Ende November die Schildkröten schlüpfen und ins Meer laufen… Total cutieee… ❤🙈

Hervey Bay und Fraser Island

Hervey Bay ist ein klassiker. Eine kleine, wunderschöne Küstenstadt mit einem wundervollen Strand und Sicht auf Fraser Island. Nach einem Badetag sollte man am besten den Sonnenuntergang am Urangan Pier beobachten und den Abend an der Promenade der Great Sandy Straits Marina ausklingen lassen.

Die Marina ist auch oft der Ausgangspunkt für das nächste große Ziel: Fraser Island – mit einem Wort beschrieben: BILDERBUCH!

Fraser Island ist mit 124km x 25km die größte Sandinsel der Welt und dementsprechend viel gibt es dort zu entdecken. Entweder man bewundert die Insel mit einer gebuchten Tour und Reiseführer und bekommt alles ganz genau erklärt, oder man macht sie selbst mit dem Auto per Fähre unsicher. Aber Vorsicht! Letzteres ist nur erfahrenen Offroadfahrern mit Allradautos zu empfehlen. Es gibt viele gefährliche Stellen mit Treibsand und auch die Ebbe kann euch zum Verhängnis werden. Straßen gibt es nämlich kaum, ihr fahrt einfach am Strand entlang – mit einer offiziellen Geschwindigkeitsbegrenzung von 80km/h versteht sich 😏. Bei den meisten Mietautos, selbst Allrad, ist ein Besuch von Fraser Island übrigens sowieso untersagt.

Alles was wir an Sehenswürdigkeiten auf der Insel besucht haben war genau das Gegenteil einer Touristenfalle! Wie zum Beispiel Lake McKenzie, ein natürlicher Süßwassersee inmitten einer riesigen Sandinsel! Traumhafter weißer Strand und klares Wasser bis zum Grund. Lake Wabby ist ein kleiner See und der Heimat- und Geburtsort vieler Schildkröten und frösche.

Durch den Regenwald marschierend sahen wir den ältesten Fluss der Insel, der aufgrund der schnellen Veränderung einer Sandinsel erst seit 1832 existiert. Mit diesem finden die Schildkröten ihren Weg ins Meer. Auf dem Weg durch den Regenwald gab es überhaupt viel zu entdecken. Die Luft war sehr schwül und vorsicht vor den grünen Bienen – wenn sie auf euch landen nicht töten, sondern nur wegschnipsen ;). Die Mücken waren leider zum durchdrehen, also unbedingt an das Mückenspray denken.

Die SS Maheno ist ein altes Passagierschiff, das 1935 am Strand seinem Schicksal überlassen wurde, nachdem es vorher zum Rettungs- und Pflegeschiff umfunktioniert wurde und während eines Zyklons dort strandete.

Das Highlight der Insel war die Autofahrt am Strand entlang, natürlich so schnell es geht und mit so viel driften wie möglich 😀.

Zum Abkühlen geht es am besten zu den Champagner Pools, der einzige Ort der Insel, an dem Baden erlaubt ist und ihr es auch wirklich tun solltet. An den Stränden haben sogar die besten Schwimmer keine Chance, da die Wellen und der Sand einen so schnell unter Wasser ziehen können, dass man keine Chance mehr hat irgendwie Luft zu bekommen.

Natürlich gibt es auf Fraser Island noch mehr zu entdecken, aber dafür fehlte uns das letzte Mal leider die Zeit. Wir werden diesem Bilderbuchort aber nochmal einen Besuch abstatten und alles bis ins kleinste Detail dokumentieren, damit ihr das Gefühl habt live dabei gewesen zu sein.

Brisbane

Hauptstadt von Queensland und eine Großstadt, wie man sie sich vorstellt: Überall Musik, jeden Donnerstag ein großer Essensmarkt, ein Fluss mitten durch die Stadt, das Ufer ideal zum Joggen und Spazierengehen.

Wie es sich für eine Weltstadt gehört findet ihr natürlich direkt an der Southbank einen großen, farbigen BRISBANE-Schriftzug vor der Skyline zum Fotos machen und ein Riesenrad, um sich alles von oben anschauen zu können.

Die beiden Ufer sind neben Brücken auch mit Booten verbunden, um euch schnell und einfach an alle interesanten Orte zu bringen. Ein kleiner Geheimtipp – die Fahrt mit dem CityHopper ist kostenlos und bringt euch überall hin, wo ihr hin wollt.

Am Kangaroo Point könnt ihr einen traumhaften Sonnenuntergang über der Skyline genießen, zwischen diesem und der Southbank finden sich Möglichkeiten zum Baden, Spaß haben und Relaxen.

Für alle Tierfreunde gibt es ein Sea World und ca. 45 Minuten außerhalb der Stadt das Lone Pine Koala Sanctuary, errichbar mit Bus, Boot oder Auto. Dort sieht man alle Tiere, die Australien zu bieten hat. Man kann sogar gegen einen Aufpreis einen Koala auf den Arm nehmen und bekommt ein Erinnerungsfoto ausgedruckt. Die Kängurus sind gleich nebenan und wirklich zutraulich. Man kann sie streicheln und mit gekauftem Futter für 2$ füttern. Kranke Tiere die in der Wildnis gefunden wurden, werden auch hier her gebracht wieder aufgepeppelt und mit ganz viel Freiraum in großen Gehegen gehalten und versorgt.

Die Story Bridge ist die längste, größte und älteste Brücke der Stadt. Man kann sie in einer Führung auch bis nach ganz oben besteigen und hat einen atemberaubenden Ausblick.

Darüber hinaus bietet Brisbane zahlreiche interessante Museen, zahlreiche Musicals und Konzerte stehen auch stets auf dem Veranstaltungskalender.

Gold Coast und Surfers Paradise und Port Macquarie

Surfers Paradise: Das Miami Australiens. Kilometerlange Strände und tolle Wellen – einfach wunderschön, perfekt für Bade- und Surfspaß tagsüber und Party am Abend. Die Stadt ist traumhaft und entlang des Strandes funkelt einem ein Wolkenkratzer nach dem anderen entgegen.

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New South Wales

Port Macquarie

Sonne, Strand, Spaß und Meer! Es führen viele Wege am Strand und an wundervollen Klippen mit in den Stein gehauenen Treppen entlang. All das geschmückt von vielen Bäumen und Palmen, Ideal zum Surfen oder für ein Workout. Sogar Trainigsgeräte werden kostenlos neben den Gehwegen bereitgestellt.

Port Macquarie ist übrigens auch die Grenze zwischen Queensland und New South Wales, also im Sommer nicht vergessen die Uhr umzustellen: NSW verwendet die Sommerzeit und QLD nicht.

Nelson Bay

Hier gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Was wir sehr empfehlen können ist mit dem Boot rauszufahren und Delphine zu beobachten. Für einen kleinen Aufpreis darf man sogar mit Delphinen schwimmen.

Darüber hinaus gibt es auch gute Möglichkeiten eine Menge Wassersport wie Wasserskifahren und Jetskifahren zu machen.

Auf keinen Fall zu vergessen sind die Stockton Sand Dunes – die größten Sanddünen der Welt. In mitten dieser befindent sich Tin City, eine ehemalige Siedlung aus Blechhütten, wo sogar ein Teil von Mad Max gedreht wurde. Erkunden kann man das alles mitt Kamelen oder Pferden früh morgens, oder einmal am Tag mit dem Auto. Natürlich empfiehlt sich auch ein Badeausflug dort hin, nur egal was ihr vor habt: Auf keinen Fall die Sonnencreme vergessen!

Newcastle

Für uns bis jetzt leider nur ein kleiner Zwischenstopp nach Nelson Bay, aber eine beeindruckende, ehemalige Industriestadt mit dem größten Kohleexporthafen der Welt. An den Klippen finden sich alte Bunker, die man erkunden kann und ein toller Ausblick über die Stadt und einen Strand mit dem Spitznamen „Susi Beach“  – wie passend 😅.

Darüber hinaus findet ihr fast in der Stadt einen großen, kostenlosen Naturpark und Zoo, der vor allem wenn ihr eh auf dem Weg nach Süden seid, auf jeden Fall einen Stopp Wert ist.

Blue Mountains

Unser vorletztes Ziel unseres Roadtrips 2017: Der Grand Canyon Australiens. Was für ein beeindruckender und unvergesslicher Ort. Uns fehlten die Worte!

Diese heißen so, weil dort viel Eukalyptusbäume wachsen und diese tagsüber Öle ausdunsten, welche einen blauen Nebel entstehen lassen und die Berge blau erschimmern lassen. Nachts haben wir noch nie einen so schönen und klaren Sternenhimmel gesehen wie dort.

Dieser Ort ist das Mekka für Wanderer und Naturbegeisterte, sowei alle die es werden wollen. Zu sehen gibt es genug, zum Beispiel die Three Sisters, drei kleine, spitze Berge direkt nebeneinander, die das Profil eines Kopfes haben. Außerdem natürlich die Katoomba Scenic World mit der steilsten Standseilbahn der Welt, mit welcher früher Schätze aus den Bergen geborgen wurden. Heute kann man mit ihr durch die Wundervolle Region fahren. Nicht zu vergessen natürlich die Jenolan Caves, eine Höhlengruppe.

Die Nacht und einen wahnsinns Morgen haben wir an Perrys Lookdown verbracht, welcher mitunter die allerbeste Mischung aus Erreichbarkeit mit dem Auto und Wow-Faktor bietet 😊.

Sydney

Wow! Unser Mund Stand offen 😮!.

Kaum im Hotel angekommen stürmten wir in die Stad und waren Sprachlos wie groß alles ist. Klar, für uns Landeier was vollkommen unvorstellbares. Trotzdem fehlen uns sogar jetzt die Worte.

Das Opernhaus! Und die Parks rundherum sind perfekt zum Laufen, Picknicken und dem Stadtlärm entfliehen.

Auf die Harbour Bridge zu spazieren, oder sie in einer Tour zu erklettern, sollte man natürlich auch nicht auslassen. Von dort kann man eine wunderschöne Aussicht genießen und einen kleinen Abstecher zum Hafen machen.

Circula Quay ist ein Stück weiter und dort reiht sich ein Hochhaus an das andere. Auch ein toller Ort zum spazieren gehen und ein super Blick auf das Opernhaus.

Für Tierliebhaber gibt es den Taronga Zoo mit so ziemlich allen Tieren, die ihr sehen müsst ;). Den schönsten Sonnenuntergang in Sydney findet ihr bei Mry. Macquarie’s Chair. Zum Baden gehts am besten zum North Bondi Beach am Ufer gegenüber des Opernhauses.

Ansonsten gibt es in solch einer Stadt natürlich alles was man braucht, um etwas zu unternehmen: Sea Life, Madame Tussauds, Musicals, Konzerte, Nationalparks und und und…

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