Ostküste

Nach den ersten Abstechern an der Ostküste ging es für uns bis ganz in den Norden nach Cape Tribulation. Der Weg dort hin war mit unglaublich vielen und schönen Highlights geschmückt.

Unsere erster kurzer Stop war Noosa, der das obere ende der Sunshine Coast ist und somit auch das letzte Stück das uns etwas an Brisbane erinnerte.

Von dort aus haben wir uns dann auf den Weg nach Hervey Bay gemacht, von wo aus wir eine Tour für Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt gebucht haben. Susi war bei ihrem ersten Besuch schon einmal dort, aber Chris nicht und außerdem ist es sowieso ein Ort von dem man nie genug kriegen kann.

Da es auf der Insel keine Straßen gibt, hat man die wahl zwischen eigenem Allradauto oder „Offroad-Bus“, für welchen wir uns entschieden haben. Die Fahrt war für uns als Passagiere schon wirklich anstrengend, aber die Orte waren es Wert. Man hat dort so viele unterschiedliche Sachen auf einer Insel, dass man am besten schon mehr als einen Tag braucht um alles zu sehen. Unsere Highlights davon Waren:

Der Lake McKenzie, ein Süßwassersee, mit traumhaft weißem Strand und himmelblauem Wasser.

Die Central Station, ein ehemaliges Waldarbeiterlager, welches nach Ende der Arbeiten auf der Insel verlassen wurde und mittlerweile wieder vom Regenwald erobert wurde. Nur an wenigen Stellen haben wir Natur so hautnah erlebt wie dort. Es war einfach nur Ruhe, ein kleiner Bach, viele Vögel und Sonne, die durch die Bäume leuchtete.

Dann gibt es natürlcih noch einfach das Fahren am Strand, welcher zugleich auch noch als Hauptstraße und Flughafen dient. Ab und zu sieht man einen Dingo und irgendwann taucht in der Ferne das Wrack der SS Maheno auf. Das war ein Passagierschiff, welches im 1. Weltkrieg zum Krankenhausschiff umfunktioniert wurde und letztendlich 1935 nach Japan geschleppt werden sollte. Allerdings riss das Schleppseil während eines Zyklons und sie strandete auf Fraser, wo sie noch heute auf ihre Rettung wartet.

Auf der Fähre zurück bot sich dann für uns noch ein noch ein wunderbarer Sonnenuntergang, der uns nach dem verregneten Nachmittag etwas aufmunterte.

Nach Fraser Island stand für Susi in Seventeen Seventy bzw. Agnes Water eine große Prüfung an: Surfen! Das erste mal unter Profis und ohne Surflehrer. Aber wie immer hat sie sich gut geschlagen und eine super Figur gemacht 😉 .

Dort mussten wir dann aber am frühen Nachmittag wieder aufbrechen, um rechtzeitig beim nächsten absoluten Highlight zu sein: Am Strand von Cape Hillsborough treffen sich jeden morgen bei Sonnenaufgang unzählige Kängurus zum Frühstück. Noch nie haben wir uns über nur 4 Stunden Schlaf am Rande des Highways so wenig beschwert, denn es war es einfach absolut wert und ein einmaliges Erlebnis, das wir nie vergessen werden!

Klar, wir müssen mit den Superlativen vorsichtig sein, aber jetzt kommt Whitehaven Beach. Der Strand auf der größten der Whitsunday Islands ist etwas, das wir bis dahin nur aus dem Fernsehen kannten und trotzdem nicht sicher waren, ob es etwas so atemberaubendes überhaupt wirklich gibt. Wir haben leider kein Foto davon, aber wir hatten dann sogar noch das Glück zu den wenigen zu gehören, die im knietiefen, absolut klaren Wasser Rochen sehen konnten.

Danach Stand für uns erst einmal eine längere Fahrt mit unspektakulären Zwischenstops an, bis wir bei den Millaa Millaa Falls ankamen. Wie viele andere Wasserfälle in Australien, sind sie einfach nur eine wunderbare Oase in der glühenden Hitze, welche weiter im Norden immer drückender wurde.

Auf dem Rückweg hat unser lieber Van das erste Mal auf dieser Reise dann Verschleißerscheinungen gezeigt und die Dieselleitung hatte einen riss. Zum Glück konnte es Chris in einer Stunde reparieren, sodass wir es nach Cairns geschafft haben und dort unserem neuesten Hobby nachgehen konnten: Tauchen! Wie schon in Indonesien konnten wir vom Tauchen und Schnorcheln nicht genug kriegen und konnten es natürlich im Herzen des Great Barrier Reef nicht auslassen. Und kurz gesagt ist es wirklich das absolute, unvergessliche Highlight unserer Reise. Wir werden es nie vergessen und wollen alleine deswegen schon wieder nach Australien zurück.

Mit noch frischem Salzwasser hinter den Ohren haben wir uns in den Zug nach Kuranda gesetzt 😉 . Dieser ist ist ein wichtiges Stück Geschichte im Norden Queensland, legt auf 37 Kilometern gut 350 Höhenmeter zurück und war die erste zuverlässige  Verbindung in den wilden Norden.

Nachdem es Mittlerweile auch Straßen gibt, haben wir den Norden jenseits von Cairns natürlich auch noch mit dem Auto erkunden müssen, soweit es ging. Das bedeutet unsere erste Station nach Cairns war der Palm Cove Beach, mal wieder ein Traumstrand 😉

Mit Cape Tribulation haben wir dann so ziemlich das nördliche Ende Queenslands erreicht. Zumindest das was mit einem normalen Auto erreichbar ist. Von dort geht zwar noch der umstrittene Bloomfield Track, oder auch der Savannah Way weiter und wir könnten noch gut 1000km bis Kap York, dem nördlichsten Punkt Australiens, weiterfahren, aber eben nicht mit unserem geliebten Panda 😉 Dafür konnten wir uns von der Ostküste mit einer Übernachtung am Noah Beach gebührend verabschieden. Wir kommen auf jeden Fall zurück!