Lombok

Alleine die Reise nach Lombok war schon ein Highlight. Anstelle des Fast Boats haben wir nämlich die Fähre genommen und die ist 6 Stunden auf offener See unterwegs.

 

Einmal angekommen, haben wir unser Quartier in Mataram aufgeschlagen und hatten von dort aus 2 Tage Zeit diese wundervolle Insel zu erkunden. Eins gleich vorweg: Nächstes Mal bleiben wir länger! Wir hatten Lombok nur als Zwischenstopp zu den Gilis gesehen, aber es war einfach beeindruckend. Alles was uns an Bali genervt hat gibt es hier nicht: Keine nervigen Verkäufer, echte indonesische Mentalität, keine korrupte Polizei, und so weiter. Wir fühlten uns hier viel mehr wohl als wir dachten und kamen uns viel mehr wie Abenteurer vor als auf Bali.

Nachdem wir einen Roller gefunden hatten, der hier eben nicht an jeder Ecke zu mieten ist, sind wir an Tag 1 gleich zu einer Tour richtung Süden aufgebrochen.

Erster Stop: Pink Beach! Und er war gar nicht pink! Gar Nicht.

Die Algen, die für die pinke Farbe sorgen hatten an diesem Tag wohl einfach keine Lust und wir hatten zuerst das Gefühl umsonst 2 Stunden über Buckelpisten geholpert zu sein. Aber wir haben einfach das Beste draus gemacht und die Umgebung etwas erkundet.

Der zweite Halt des Tages, Aan Beach, muss wohl der kurioseste gewesen sein. Wir wollten nur eine Kokosnuss am Strand genießen, als zwei kleine Kinder aufkreuzten und versuchten uns Souvenire anzudrehen. Nach langer Überzeugungsarbeit ging es schlussendlich noch um den Preis und wir konnten uns nicht einigen. Der Junge hat erzählt, dass sein Lieblingsfach in der Schule Erdkunde ist, also haben wir uns darauf geeinigt, dass wir ihren Preis zahlen, wenn er die Hauptstadt eines Landes nennen kann. Natürlich haben wir nicht damit gerechnet, dass ohne zu zögern auf „Madagaskar“  –  „Antananarivo!“ folgt, aber das Taschengeld hat er sich verdient 😉 .

Als wir dann ein Stück ärmer waren haben wir uns die Kamera geschnappt, um diesen wunderbar ruhigen Ort festzuhalten. Allerdings müssen wir jetzt erst einmal unser Lachen vorbei an der Kamera erklären, da ein kleiner Hund nämlich dachte, dass die Kamera ein böser Angreifer ist und er uns vor ihr verteidigen muss 🙂 .

Auf dem Weg zum Mawun Beach sind wir dann übrigens noch an etwas für ein solches Land einmaligem vorbei gekommen: Einer Moto GP Strecke, oder besser gesagt der Baustelle. Wenn sie 2020 fertig ist und das Rennen im Fernsehen läuft, können wir also ganz cool vor dem Fernseher sitzen und sagen: „Schaut mal! Da sind wir schon mit dem Roller drüber gefahren!“ 😛 .

Mit einem Sonnenuntergang im Rücken und dem Blick auf die Bucht endete also dieser erste Tag auf einer Insel voller Überraschungen.

Und am nächsten Tag ging es schon weiter. Aber wie wir bereits gelernt haben: Der Weg ist das Ziel 😉 .

Bevor wir die Fähre zu den Gili Islands erreichen mussten, wollten wir noch einen Zwischenstop beim Sendang Gile Wasserfall machen. Der Vermieter unserers Rollers hatte uns einen Fahrer organisiert und uns gewarnt, dass uns dort jeder eine Tour verkaufen will und wir diese auf keinen Fall brauchen. Große Überraschung: Sein eigener Mitarbeiter blieb 2km vor dem Ziel stehen und meinte „Ab hier gehts nur mit Tour Guide weiter. Das sind 300000IDR(ca. 17EUR/20USD/28AUD) pro Person“. Nach etwas Überzeugungsarbeit waren wir dann aber doch ohne Aufpreis am Ziel. Nur 20000IDR (ca. 1EUR/1USD/2AUD) für den Nationalpark mussten wir bezahen.

Ohne größere Zwischenfälle ging es dann weiter zum Bangsal Boat Harbour, wo wir auf die Gili Islands übersetzten, also bleibt gespannt aufs nächste Mal!